Religion in der Region

Mindestens 1000 Jahre alt sind christliche Wurzlen in diesem Juratal. Sie könnten noch viel weiter zurückreichen, wenn wir bedenken, dass die ersten christlichen Kirchen in dieser Region direkt bei römischen Bauten entstanden, so in Augusta Raurica am Rhein oder bei Tenedo, einem grossen Kastell, dem heutigen Zurzach, wo sich auf dem sog. Kirchlibuck das älteste christliche Taufbecken dieser Gegend nachweisen lässt. Es ist sichtbar erhalten!

Die Römer, die einst die ersten Christengemeinden blutig verfolgten, sind in unseren Breitengraden nach ihrer langen Präsenz am Rhein zu Mitbegründern der Christianisierung geworden, so vor allem nach der Konstantinischen Wende. Diese Wende hat Konstantin der Grosse (Römischer Kaiser von 306-337) eingeleitet. Er förderte das Christentum und wird in der Ostkirche sogar als Heiliger verehrt.

Bereits ab dem Jahre 600 gab es hier eine Bistumseinteilung aufgrund der fortschreitenden Christianisierung. Auf der Grundlage der römischen Verwaltungseinteilung legten die fränkischen Herrscher die Ausdehnung der neuen Kirchenprovinzen fest. Eine umfassende Reorganisation erfolgte erst im 19. Jahrhundert. In unserer Region stiessen an der Aaremündung bei Koblenz die grossen Bistümer Basel und Konstanz aufeinander. Der Bischofssitz war ursprünglich in Augusta Raurica, dann in Basel, zwischenzeitlich in Pruntrut und ist heute in Solothurn.

Die Pfarrei St. Mauritius umschloss immer das ganze Gemeindegebiet, d.h. blieb in ihrem Umfange als Kirchgemeinde Wölflinswil-Oberhof auch nach der Verselbstständigung der politischen Gemeinde Oberhof ovn 1803 erhalten.