Pfarrkirche St. Mauritius

Die erste Kirche wurde wahrscheinlich schon im 10. Jahrhundert durch einen adeligen Grundherrn erbaut. Seine Nachfolger waren die Frickgaugrafen von Alt-Homberg. Eine erste urkundliche Erwähnung findet sich von 1298 mit "ecclesia Wolfesuuilr" im "decanatus in Friggouue" in einem Rechnungsbuch üüber die Zehnten-Ablieferung. Eine im Pfarrarchiv verwahrte Urkunde hält fest, dass der Basler Weihbischof Tilman Liperger am 20. Oktober 1521 einen Hauptaltar weihte. Er forderte die Pfarrei auf, den Altar mit "Schmuck und Zier" angemessen auszustatten und sich im Gebet möglichst oft davor zu versammeln. Berichte aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts sprechen neben baulichen Mängeln auch das zu geringe Platzangebot an. An Marienfesten besuchten auch Mitglieder der Marianischen Bruderschaften von Wittnau und Kienberg hier die Gottesdienste. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren die Zustände offenbar unhaltbar geworden. Nach eindringlichem Mahnschreiben des Ortspfarrers Alois Acklin einigten sich der Rheinfelder Chorherrenstift St. Martin und die Pfarreiangehörigen auf ein Neubauprojekt. Für Planung und Ausführung wurde der aus Gansingen stammende Maurermeister Fidel Obrist (1782-1866) bestimmt. Der mittelalterliche Turm blieb erhalten und Obrist errichtete 1821 eine geräumige klassizistische Saalkirche mit eingezogenem Rundchor und seitlich angebauter, zweigeschossiger Sakristei.

Das Schriftband am Hauptportal der Kirche "Domus mea, domus orationis est" (Dies ist mein Haus, ein Haus des Gebetes!) und der lateinischen Jahrzahl 1821 ist auch nach der neuesten Renovation erhalten geblieben.

Obrist gilt nach Meinung der Kantonalen Denkmalpflege "als nicht unbedeutend in der schweizierischen Kirchenbaukunst". Sein Werk fand seinen Höhepunkt und Abschluss mit der Kirche von Malters LU. Im Aargau hat er auch die Kirchen von Untererendingen und Fislisbach errichtet.

1899 musste die Westfassade saniert werden und gleichzeitig wurde das Langhaus um eine Fensterachse erweitert.

1971/72 wurde das Gotteshaus umfassend restauriert. Bereits am 13. November 1971 zogen die Schüler nach der Glockenweihe das neue Geläute in den Turm hinauf. Die Glockenstube war zuvor mit Betonboden und Eisenträgern verstärkt worden. Der alte Glockenstuhl aus Eiche musste weichen.

Die vier neuen Glocken wurden mit vier Pferdewagen von Aarau über die Staffelegg und Frick nach Wölflinswil geführt. Bei der Durchfahrt läuteten die Glocken von Herznach, Frick und Gipf-Oberfrick. Das neue Geläute hat die Tonfolge d (1480kg), f (880kg), g (630kg) und b (380 kg).